Unsere Mittelrheinkirsche erzählt: Pflanzaktionen im März

07 Apr, 2015 2 Kommentare von

Pflanzaktion Mittelrheinkirsche in UrbarNa, das war ja wieder so ein richtiges Abenteuer, genau so, wie ich es mag! Am Montag, den 30. März ging es weiter mit der Pflanzaktion. Wir haben in Urbar begonnen, das war ganz toll, denn im Kindergarten waren ganz viele große Menschen und noch viel mehr kleine Menschen gekommen, um mich in allen Ehren zu pflanzen. Mich, die Mittelrheinkirsche. Ihr wisst ja, ich liebe es, im Mittelpunkt zu stehen, aber das halte ich auch für angemessen. Irgend jemand hat ja mal gesagt, ich sei eine richtige Diva. Nun, wie dem auch sei, es ist halt eben etwas ganz besonderes, Repräsentantin einer solch tollen und berühmten Region zu sein. Und das nehme ich auch richtig ernst, denn Ehre, wem Ehre gebührt. So ist das nun mal hier bei uns im Weltkulturerbe Mittelrheintal.

So, und jetzt wollt ich noch ein bisschen erzählen, was alles passiert ist.

Pflanzaktion Mittelrheinkirsche in Niederheimbach_kleinAlso, der Herr Melchior hatte diesmal was gaaanz Besonderes mitgebracht. Ganz tolle T-Shirts für all die Menschen die gekommen waren. Humor haben die vom Weltkulturerbe Mittelrheintal, für Frauen gab es die Erbtante, für Männer den Erbonkel und für all die kleinen Menschen gab es T-Shirts mit dem Aufdruck „Ich erb hier mal alles“ und alle in einem herrlichen Grün. Sonst ist es nämlich eher umgekehrt, denn da bringen ja immer die Besucher leckere Sachen mit wie selbst gemachten Kirschwein (was für ein Duft nach vollreifen Mittelrheinkirschen…), historische alte Aufnahmen von meinen Vorfahren, eingebettet in die imposante Landschaft des Mittelrheintales. Und nicht zu vergessen die ultimative Kirschmarmelade oder die prallen, eingemachten, süßen Kirschen (wie früher bei Muttern, einfach unbeschreiblich, da werden Kindheitserinnerungen wach!) und noch viele weitere lukullische Köstlichkeiten. Ich seh schon, ich schweife wieder ab, denn mir läuft schon das Wasser im Munde zusammen, ach ja, fein-geistiges Kirsch-Wasser gibt’s ja auch noch…

Aber bevor man das alles genießen kann, sollte man natürlich erst noch ein paar Kirsch-Majestäten wie mich pflanzen. Und genau das haben wir getan. Und jetzt komm ich wieder zum Herrn Melchior, denn der hat alles mitgebracht: prachtvolle, junge Kirschbäume, Pfähle und weiche Kokosschnur, die uns sanften Halt in stürmischen Tagen gibt. Und das war unser Plan:

  • Montag, 30. März, 9.00: Urbar
  • Montag, 30. März, 11.00: Niederheimbach
  • Dienstag, 31. März, 17.00: Osterspai

Pflanzaktion Mittelrheinkirsche in Osterspai_kleinUnd das hat richtig gut geklappt, obwohl das Wetter teilweise recht stürmisch-windig-regnerisch war, also eigentlich wie im April. Aber wir hatten ja die weiche und bindende Kokosschnur, so dass uns die Unbilden der Natur nichts anhaben konnte. Und viele sind gekommen: Landräte, Bürgermeister, Presse, Menschen von hier und natürlich unsere „Mittelrheinkirschen-Queen“ Heike Boomgaarden. Und die versteht so richtig was von uns Kirschen. Denn sie ist gelernte und studierte Obstgärtnerin und Gartenbauingenieurin. Keine Frage, meine Kirschbaumfreunde werden alle voller Inbrunst anwachsen und ihre Wurzeln in den heimatlichen Mittelrheinboden verankern und kräftig Triebe und Blätter bilden. Um dann später die wohlfeilsten Kirschen zu bieten, die man sich nur vorstellen kann!

Mit dieser tollen Starthilfe von Heike und den zahlreichen Baumpaten wird das was!

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2 Kommentare to “Unsere Mittelrheinkirsche erzählt: Pflanzaktionen im März”

  1. Maria Schmelzeisen says:

    In Oberwesel gab es die leckeren Kirschen auch.Statt in die Kirche gingen wir Kirschen essen,das war viel schoener .Wir wurden auch schon mal erwischt, aber das war so schlimm nicht, man hatte vollstes Verstaendniss dafuer.Ist alles schon lange her.
    Herzliche Gruesse und ich hoffe ihr pflanzt noch viele Baume
    Maria Schmelzeisen.

  2. welterbe says:

    Hallo Frau Schmelzeisen,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Kleiner Tipp: Auf der Seite http://mundraub.org/ finden Sie Bäume, deren Früchte geerntet werden dürfen.

    Viele Grüße
    Welterbe-Bote

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